Eine vornehmliche Art der bäuerlichen
Arbeit war das Brotbacken. Bei uns wird das Brot noch nach
alter Tradition im Holzofen gebacken.
Eigene Hausmühlen waren eher selten. Unser Vater fuhr zur
Lohnmühle und ließ sich sein eigenes Getreide mahlen
und nahm es dann selbst wieder nach Hause mit.
Der durch Milchsäuregärung entstehende Sauerteig (vom
letzten Backen zurückbehalten) wird am Vortag angerührt.
Dadurch entsteht ein „Dampfl“.
Am nächsten Morgen in aller Früh wird geknetet. Meine
Schwiegermutter erzählte mir, dass ein Groschenstück
beigemengt wurde, um den Teig richtig durchzukneten. Erst als
es gefunden wurde, konnte man mit dem Teig zufrieden sein.
Das Heizen des Backofens ist eine eigene Wissenschaft. Ist die
richtige Hitze erreicht, so wird die Glut mit der Ofenkruche
herausgezogen. Mit dem Ofenwischer, welcher aus nassem Tannenreisig
besteht, wird noch vor dem Einschießen des Brotes das Ofeninnere
gereinigt. Damit keine Hitze verloren geht, wird dieser Ablauf
schnell abgewickelt,
Brot stellte mit einem Glas Most eine Hauptnahrung der bäuerlichen
Bevölkerung dar.
In unserer Stub’n wird noch eine gute Bretteljause mit
Produkten aus der eigenen Landwirtschaft und ein Glas Most serviert
!
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